Öffnungszeiten

11.03.-01.11.2017

Burgführungen:
täglich 9.00 - 17.00 Uhr

Burgschänke:
täglich 10.00 - 18.00 Uhr

Veranstaltungen

Louis Ravené

Die ursprünglich aus Metz stammende hugenottische Familie kam als Glaubensflüchtling 1685 nach Berlin. Dort betrieb die Familie eine Gelb- und Glockengießerei. Die Firma Ravené hatte ihren Ursprung in der 1722 gegründeten Eisenwarenhandlung Samuel Gottlieb Butzer. Jakob Ravené heiratete am 14.08.1775 die Tochter des Eisenwarenhändlers. Nach dem Tod des Schwiegervaters im selben Jahr übernahm er das Geschäft.

1824 überträgt Jakob Ravené das Geschäft an seine beiden Söhne und Schwiegersohn. 1833 übernimmt der Sohn Pierre die alleinige Geschäftsleitung. Unter ihm wurde das renommierte Geschäft eine Großhandelsfirma. Sein Sohn, der Wiedererbauer der Burg Jacob Louis Fréderic Ravené hatte am Aufstieg der Firma unter seinem Vater regen Anteil. Er übernahm die Leitung der Firma und baut sie weiter aus.

1864 heiratet er Therese Elisabeth Emelie von Kusserow. Die Mutter dreier Kinder verliebt sich in den Hausgast Gustav Simon. 1874 trennte sie sich von ihrem Mann. Er wollte die Ehe retten, dies gelang nicht. 1879 stirbt er im tschechischen Kurort Marienbad.

Wenige Jahre nach dem Tode Ravenés liest Theodor Fontane in der Zeitung über die Pflanzenversteigerung aus den Beständen des Wiederaufbauers und schreibt einen Roman: L’Adultera. Er machte aus ihm darin die Romanfigur van der Straaten. 1854 erhält Ravené den roten Adlerorden 4. Klasse. 1862 wird ihm der Titel Kommerzienrat verliehen. Er war Ehrenbürger der Stadt Ilmenau/Thüringen und Cochem. 1879 wird nach ihm zu Ehren eine von der Comoreninsel Johanna eingeführte Palme Ravenea Hildebrandti benannt.

Sein Sohn Dr. Louis Ferdinand Auguste Ravené war beim Tode seines Vaters 12 Jahre alt. 1887 übernahm er die Geschäfte und heiratete 1888 in Berlin Martha Helene Wilhelmine Ende, Tochter des, der Familie verbundenen Architekten, Hermann Ende. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1934 in zweiter Ehe Elisabeth Cäcilie von Alten. 1944 stirbt er in Potsdam. Seine Grabstätte befindet sich gemeinsam mit der seiner ersten Frau in Marquardt, einem Ortsteil von Potsdam.